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Pat | 19. Juli 2010 | 19:11 Uhr | Texte

Mit meinem Beruf habe ich durch User Generated Content täglich mit Rassismus zu tun. Rassismus gegen Migranten, Gläubige, Transgender und Homosexuelle. Und auch Rassismus gegen [Zitat:] Ossis und Wessis.

Ich nenne es ganz bewusst Rassismus und stufe es auch als solches ein, denn nichts anderes ist es. Wenn es nicht der [Zitat:] gewalttätige, sozialschmarotzende Ausländer ist, der einem die Arbeit weg nimmt, dann ist es der Ossi. Und wenn die Firma pleitegeht, dann kann das nur an den geldgierigen Wessis liegen.

Nach all den Jahren sollte so langsam jeder mitbekommen wie der Hase läuft. Und ich persönlich finde es albern, dass noch immer in Ost und West gedacht wird. Klar, dass war 40 Jahre lang ein Teil der deutschen Geschichte. Allerdings ist diese Geschichte nun auch schon wieder 20 Jahre alt.

In meinem Beruf habe ich vor etwa einem Jahr angefangen, den User Generated Content entsprechend zu werten und dem User auch Auszeiten zum Nachdenken zu geben.

Artikel 3
(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Ja, es ist ein einsamer Kampf. Aber ich finde ihn richtig. Und so stehen mittlerweile die Begriffe Ossi und Wessi auf der Liste der Bad-Words, mit der Begründung: Man kann Dritte auch anders Regional zuordnen.

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